Geöffnete Einbahnstraßen mit einem Schutzstreifen

 

Der ADFC setzt sich schon seit langem für die Öffnung von Einbahnstraßen für gegenläufigen Radverkehr ein.

 

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01_VZ_Einbahnstr_Zweirichtungsverkehr_Rad © Sabine Krämer-Kox

In welcher Fahrtrichtung dürfen Radler*innen den Schutzstreifen nutzen?

Der ADFC setzt sich schon seit langem für die Öffnung von Einbahnstraßen für gegenläufigen Radverkehr ein. Grund: Kurze attraktive und sichere Radverkehrsführungen sowie Anerkennung des Rads als umweltschonendes und vollwertiges Verkehrsmittel sind u. a. Ziele der Verkehrswende.

Die Führung des gegenläufigen Radverkehrs auf der Fahrbahn (Mischverkehr auf der Fahrbahn) soll in vielen Städten und Kommunen Deutschlands ermöglicht werden. In Großstädten ist die Öffnung der Einbahnstraßen für gegenläufigen Radverkehr bereits selbstverständlich, im hiesigen Umkreis wehren sich jedoch noch einige Städte vehement dagegen. Im Gegensatz dazu haben Leichlingen, Radevormwald und Burscheid bereits Einbahnstraßen für gegenläufigen Radverkehr geöffnet.

Besonders „luxuriös“ wurde im Rahmen der Neugestaltung der Oberen Hauptstraße in Burscheid Radfahrenden das Fahren entgegen der Einbahnstraße ermöglicht: Neben den einschlägigen Verkehrszeichen wurde für den gegenläufigen Radverkehr ein Schutzstreifen nebst Piktogrammen auf die Fahrbahn aufgebracht. Dies führt jedoch offenbar zu Missverständnissen. Deshalb unser kleines Quizz.

Rad-Verkehrsquizz

Wir erreichen den für gegenläufigen Radverkehr freigegebenen Bereich der Einbahnstraße, beschildert mit den Verkehrszeichen (s. Foto 1). Wir bewegen uns in Fahrtrichtung und sehen auf der linken Straßenseite einen gekennzeichneten Schutzstreifen. Wo setzen wir unseren Weg fort:

A) Wir fahren einfach auf der rechten Fahrbahnseite der Einbahnstraße weiter im Mischverkehr (s. Foto 3).

B) Wir wechseln auf die linke Fahrbahnseite und befahren den dort markieten Streifen. Dabei wundern wir uns, dass es eng wird, wenn  Radler entgegenkommen - und die meckern auch noch, obwohl wir doch extra auf dem Radstreifen fahren! Konnte man den eigentlich nicht breiter machen? (s. Foto 4)

C) Wir fahren auf dem Bürgersteig, da wir sonst wegen der parkenden Autos nicht in die Schaufenster der Geschäfte blicken können. Deshalb sind wir schließlich in der Stadt unterwegs!

Einzig richtige Antwort ist „A“: Wir fahren auf der rechten Fahrbahnseite der Einbahnstraße im Mischverkehr (= zusammen mit Kfz.) weiter.

Der Schutzstreifen ist lediglich für den gegenläufigen Radverkehr vorgesehen (s. Foto 5), u. a. erkennbar durch die Position der Fahrrad-Piktogramme. Diese „stehen nämlich Kopf“, wenn der Streifen in Fahrtrichtung der Einbahn befahren wird. „Zweirichtungs-Verkehr“ bezieht sich für Radfahrende auf die gesamte Fahrbahn (s. Foto 6) und nicht auf den markierten Schutzstreifen auf der linken Fahrbahnseite!

 


https://rheinberg-oberberg.adfc.de/neuigkeit/geoeffnete-einbahnstrassen-mit-einem-schutzstreifen

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 190.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

    Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen. Lesen Sie in unserem Grundsatzprogramm mehr über die Ziele und Forderungen des ADFC – und werden Sie Mitglied in der weltweit größten Zweiradgemeinschaft.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein.

    Für Sie hat die ADFC-Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied? Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Schutzstreifen und Radfahrstreifen? Und was ist ein Radweg?

    Die Infrastruktur für das Fahrrad nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher mit dem Auto befahren werden. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubten Parken schützen.

    Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Mehr zur Infrastruktur für den Radverkehr erfahren Sie hier.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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